Methodischer Ansatz

In jedem Angebot gibt es drei inhaltlich-methodische Schwerpunkte mit unterschiedlicher Gewichtung.

1.    Etwas miteinander zu tun haben! Ein Thema spannend bearbeiten!

Medien wie Musik, Foto, Film, Theater, Outdoor, bewusst Kochen, Sport, Erinnerungskultur, interkulturelle Begegnungen... helfen der Gruppe und dem Einzelnen Themen zu bearbeiten. Themen können z.B. sein: Leben auf der Straße, Geschichte der NS-Zeit, DDR-Geschichte, Ökologie, soziale Gerechtigkeit, Rassismus, Gewalt, Minderheiten-Mehrheiten, Menschenrechte, Religion...  Das verabredete Thema und das Medium werden methodisch so aufbereitet, dass der Teilnehmende sich ausdrücken und sich einbringen kann; dass das Kind und der Jugendliche spinnen, träumen, gestalten und planen kann. 

Die Methodik der Seminare orientiert sich im non-formalen Lernen, im Selbstorganisierten Lernen, in der Gruppendynamik (prozessorientiertes und situatives lernen) und am Lernen durch Erleben

2.    Demokratie im Kleinen!

In den Seminaren geht es nicht so sehr darum, zu lernen, wie Demokratie funktioniert, sondern dieses Funktionieren in der eigenen Gruppe zu erleben. Jede Gruppe wird ihr eigenes Programm besprechen, planen und durchführen. Wann stehen wir auf, wer kauft ein, wer kocht, womit beschäftigen wir uns inhaltlich, wie wollen wir miteinander reden/zuhören, wer kümmert sich um das Holz für Lagerfeuer/Kamin, wer repariert das kaputte Fahrrad im Keller... 

Neben den konkreten Ergebnissen sind die dabei entstehenden Aushandlungsprozesse wesentlich: wer bestimmt hier was und wie kann ich mich einbringen? Schnell wird erkenntlich, wie solche Prozesse mitunter schwer auszuhalten und zu steuern sind. Schnell wird aber auch sichtbar: ich hab auch was zu sagen; ich hab (m)eine Meinung; es gibt Dinge, um die ich ringen will; ich will mich einsetzen. Dann folgen Überlegungen, wo Mitmischen, Einbringen, Mittun möglich ist, wo nicht und wo es unbedingt sein sollte. Aber auch Fragen nach der Demokratie in einem Staat können vor diesem eigenen Erfahrungshintergrund intensiver besprochen werden: Was macht eine Demokratie aus?, Welche Werte tragen eine demokratische Gesellschaft und welche innere Haltung habe ich?, Welche Rechte und Pflichten habe ich als Kind, als Jugendlicher, als Bürger?

Wichtig ist, dass diese ersten Wirkungen sich vertiefen können z.B. in der Primäreinrichtung und dass die Teilnehmenden nach der Heimreise Unterstützung erfahren, wenn sie sich engagieren wollen.

3.    Erholen vom Alltag!

Die Seminare lassen genug Raum und Zeit zum Erholen, zum Baden im nahegelegenen See, zum Radeln in der Umgebung mit den hauseigenen Rädern, zum Sitzen&Klönen am Lagerfeuer und Kamin, zum Seele-baumeln-lassen in der Hängematte... Abspannen und Anspannen sollen in einem guten Gleichgewicht stehen.